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Lehrer, Eltern und Schüler fordern beim Weg zum Abitur erneut Nachbesserungen

Von Ute Klockner,

07. März 2016, 02:00 Uhr

Nach der breiten Kritik an der gymnasialen Oberstufe lassen Nachbesserungen weiter auf sich warten. Der Termin für eine Anhörung, die das Bildungsministerium angekündgt hatte, steht noch immer nicht fest.

Eine zu geringe Fächerauswahl, allzu unterschiedliche Anforderungen in den NaturwissenschaftenSchüler, Elternvertretungen und Lehrer fordern unter anderem wegen dieser Punkte eine Reform der Gymnasialen Oberstufe (GOS). Auch Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) hatte Ende September betont: „Eine Nachsteuerung ist notwendig.“ Eine breite Anhörung von schulischen Gremien und Verbänden sei vorgesehen. Auf SZ-Nachfrage teilte das Ministerium nun mit, ein Termin stehe noch nicht fest.

Die
SPD-Fraktion hat sich bereits mit dem Thema GOS-Reform auseinandergesetzt. Fraktionsintern wurden 19 Verbände und Institutionen der saarländischen Bildungslandschaft angehört. „Die Expertenanhörung infolge der Volksinitiative ‚G 9-jetzt'hat ergeben, dass ein Problem an den saarländischen Gymnasien im Zusammenhang mit dem Thema G 8 die Rahmenbedingungen im gymnasialen Oberstufenbereich sind. Die Kritik richtet sich an die eingeschränkte Fächerwahl: Schülerinnen und Schüler können einzelne Fachrichtungen nicht mehr stark vertiefen“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Gisela Kolb. In Folge soll ein fraktionsinternes Positionspapier erarbeitet werden, das wiederum mit Bildungsexperten diskutiert werden soll. Stehe das endgültige Papier fest, müsse der Koalitionspartner von dem Ergebnis überzeugt werden, so Kolb.

Der Saarländische Philologenverband (SPhV) warnte indes vor einer „übereilten Reform“ der Oberstufe. Grundsätzlich habe sich die 2007 im Saarland eingeführte Oberstufenverordnung bewährt. Offen sei man jedoch für Detailverbesserungen. „Viele Lehrkräfte bedauern, dass die fachliche Vertiefung teilweise nicht mehr in dem Umfang erreicht wird, der sinnvoll wäre“, sagte der SPhV-Vorsitzende Marcus Hahn. Anlass zur Sorge bereite jedoch, dass die
Schülerselbst bei optimaler Erfüllung aller Lernerwartungen in fachlicher Hinsicht schlechter auf ein Studium bestimmter Fachgebiete vorbereitet sind als die Schüler früherer Jahrgänge“. „Ein Grund dafür kann in der ‚Abitur-für-alle-Ideologie' der vergangenen Jahre gesehen werden; mit Sicherheit spielen aber auch die eingeschränkten Wahlmöglichkeiten in der gegenwärtigen Oberstufe eine Rolle“, sagte Hahn. Verbesserungsbedarf sieht der SPhV vor allem im organisatorischen Bereich. So stelle die Prüfungsorganisation die Schulen jedes Jahr vor erhebliche Herausforderungen.

Auch die Vereinigung der Oberstudiendirektoren der saarländischen
Gymnasien (VOS) hatte Ende letzten Jahres Kritik geübt. So hätten die früheren Leistungskurse einen höheren Anspruch als die heutigen Erweiterungskurse, auch sei es nicht möglich innerhalb einer normalen Stundentafel zwei Fremdsprachen oder zwei Naturwissenschaften zu wählen. Zudem könne ein zweistündiges Fach, für das weniger Aufwand nötig sei, gleichberechtigt wie ein vierstündiges Fach in der mündlichen Abiturprüfung stehen.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Anhoerungen-Bildungsministerium-Gymnasien-Kritik-Lehrer-Naturwissenschaften-Schueler;art446398,6086451

Presseerklärung zur Umfrage Chance nutzen, Umfrage G8/G9 und mehr

Die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V. (LE) hat nach einem überwältigenden Elternvotum Herrn Prof. em. Dr. Rainer Dollase, Uni Bielefeld, mit einer umfassenden Umfrage zu „G8/G9 und mehr“ beauftragt.

Die Fairness der Befragung wurde durch zwei Maßnahmen gesichert:

1. Die Meinungen von Gegnern und Befürwortern der G9-Regelung sind bei der Gestaltung der Fragen gehört worden.

2. Gegner und Befürworter der G9-Regelung haben nach Abschluss der Umfrage die Möglichkeit, einen abschließenden Bericht zu erhalten und die Datensätze zu kontrollieren.

Die Umfrage wird durch eine Zufallsstichprobe nach Kennziffern unter ausgewählten Eltern von 462 Mitgliedsschulen der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V. (LE) durchgeführt. Parallel zu dieser postalischen Umfrage findet dieselbe Befragung online auf der

Homepage der Landeselternschaft www.le-gymnasien-nrw.de statt.

Dort können alle Eltern mit einem Kind am Gymnasium ihr Votum abgeben. Eine zweite, um die persönlichen Fragen zum Kind gekürzte, Umfrage richtet sich an jede Privatperson außerhalb dieses Kreises, also Lehrer, Eltern, Schüler, Schulleitungen etc., die sich beteiligen möchten.

Insbesondere auch für die Grundschuleltern, deren Kinder demnächst vor der Wahl der Schulform stehen, ist die Umfrage von Bedeutung.

14 Tage lang, vom 19. Februar bis 4. März 2016, können Interessierte die Fragen beantworten.

Die LE hofft auf eine rege Beteiligung der Bürger, damit die Ergebnisse dieser wissenschaftlich fundierten Umfrage Einfluss auf die Landespolitik haben und den Entscheidungsträgern in NRW eine Arbeitsgrundlage liefern.

 Nach Einschätzung der LE führen die bisherigen Ergebnisse des „Runden Tisches“ nur zu einer nochmaligen Herabsetzung des Leistungsstandards an Gymnasien.

Düsseldorf, den 18.02.2016

 

 

rp-online.de, 19.02.2016

Eltern starten Online-Umfrage zu "Turbo-Abitur"

 

Düsseldorf. Die Landeselternschaft der Gymnasien geht der Akzeptanz des achtjährigen Gymnasiums (G 8) in NRW auf den Grund. Bis zum 4. März können Eltern, Lehrer und Schüler online ihre Meinung über die Schulzeitverkürzung sagen. Die 34 Fragen (zu finden unter le-gymnasien-nrw.de) hat der Bielefelder Bildungsforscher Rainer Dollase entwickelt; teilnehmen sollen nach dem Willen der Landeselternschaft ausdrücklich nicht nur Mitglieder, sondern auch Externe. Mit der "wissenschaftlich fundierten Umfrage" wolle man Einfluss auf die Landespolitik nehmen, sagte der Vorsitzende Ulrich Czygan. In Umfragen lehnen große Mehrheiten G 8 ab; Ministerin Sylvia Löhrmann will aber nicht zum neunjährigen Gymnasium zurückkehren.