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Sammelfrist für Online-Petition G9-jetzt! endet am 07. Januar 2019

Die bisher im Saarland unterschriftenstärkste online Petition beim Portal openPetition mit fast 19.000 Unterstützern wertet die G9-jetzt! Initiative als großen Erfolg. Die Landesregierung scheint keinen Handlungsbedarf zur Änderung der saarländischen Schulpolitik zu sehen.

Trotz der Ankündigung der Landesregierung im Koalitionsvertrag das Thema G8/G9 in der Expertenkommission zeitnah zu behandeln, wird das Thema seit über einem Jahr konsequent ausgesessen. Der Verlauf der Petition sowie der Austausch mit Unterstützern bei den Straßensammlungen zeigen, dass die Eltern zunehmend frustriert und desillusioniert sind. Eine Verbesserung der saarländischen Schulpolitik ist bisher nicht in Sicht, da die Verwaltung des Mangels den Handlungsspielraum bestimmt.

Dreiviertel aller Eltern und Schüler wollen ein neunjähriges Gymnasium für das Saarland. Dies wurde in einer FORSA Umfrage aus dem Jahr 2017 eindeutig belegt. Diese Forderung wird seit über zwei Jahren von der Landesregierung ignoriert. Fast 30.000 Bürger hatten sich in dem 2017-2018 durchgeführten Volksbegehren per Amtseintragung für ein neunjähriges Gymnasium ausgesprochen.

Die Regierungsverantwortlichen haben seitdem weder ihr Versprechen eingehalten, einen ergebnisoffenen Austausch zur Verlängerung der Schulzeit am Gymnasium durchzuführen, noch eine plausible Begründung geliefert, warum ein G9, wie in anderen Bundesländern, nicht umgesetzt werden kann.

Die Forderung der G9-jetzt! Initiative, für Kinder im Saarland an den allgemeinbildenden Gymnasien mehr Zeit zum Leben und Lernen anzubieten, muss möglich sein. Das Kostenargument ist irrelevant, da die vorgeschriebenen 265 Jahreswochenstunden bis zum Abitur bestehen bleiben und eine zusätzliche Personalisierung an den Gymnasien nicht notwendig ist.

Die online-Petition wird beim Petitionsausschuss des Landtags zeitnah eingereicht.

Der Philologenverband fordert laut Mitteilung in der Saarbrücker Zeitung neue Schwerpunkte der gymnasialen Ausbildung im Saarland. Diese lassen sich nur in einem neunjährigen Gymnasium umsetzen.

Die G9-jetzt! Initiative Saarland unterstützt grundsätzlich die Forderungen des saarländischen Philologenverbandes Informatikunterricht als festen Bestandteil der gymnasialen Ausbildung zu etablieren. Begrüßenswert ist weiterhin eine entsprechende Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte, damit die Digitalisierung in den Schulen pädagogisch sinnvoll umgesetzt werden kann. Fraglich bleibt, inwiefern Informatikunterricht, der bereits ab Klassenstufe 5 etabliert werden soll, in den eng getakteten Stundentafeln im G8 untergebracht werden kann. Der Wunsch nach einem umfassenden und fachübergreifenden Fremdsprachenunterricht teilt die G9-jetzt! Initiative nur bedingt. Entwicklungspsychologische Erkenntnisse belegen, dass viele Kinder bereits mit der frühzeitig einsetzenden zweiten Fremdsprache ab Klassenstufe 6 überfordert sind.

Die Forderungen des Philologenverbandes nach zusätzlichem Informatikunterricht und höherer fremdsprachlicher Diversität sind im bestehenden achtjährigen Gymnasium im Saarland nicht umzusetzen.

Zusätzlicher Informatikunterricht ist nur mit einer Verlängerung der gymnasialen Ausbildungszeit auf neun Jahre umzusetzen, will man nicht die Streichung oder Reduzierung anderer Fächer in Kauf nehmen. Das Gymnasium zeichnet sich nach wie vor durch eine breite und umfassende Allgemeinbildung aus. Sollte es Wunsch an den saarländischen Gymnasien sein, einen weiteren Schwerpunkt auf fremdsprachliche Kompetenzen zu legen, müsste sichergestellt sein, dass der fachliche Anspruch durch eine Aufstockung des Fremdsprachenunterrichts abgedeckt wird. Im bestehenden G8 ist eine Erhöhung der fremdsprachlichen Diversität zeitlich nicht umsetzbar.

Die G9-jetzt! Initiative hat sich stets für eine hohe Qualität der gymnasialen Ausbildung im Saarland ausgesprochen. Gute Bildung braucht Zeit. Ein ‚Mehr‘ an Bildung wird im bestehenden G8 nicht realisierbar sein.