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Fachtagung 2008

Bildungsgerechtigkeit aus Sicht der Hochschule

Prof. Dr. Johanna Hey

„Jede Form der Neugestaltung des Hochschulzugangs muss das Ziel haben, das Abitur als Ausweis der Studierfähigkeit zu stärken. Der Wert des Abiturs liegt nicht in der Vorbereitung auf ein spezielles Studienfach, sondern in der Vermittlung einer breiten Allgemeinbildung sowie von Fähigkeiten, die in jedem Studienfach gefordert werden.

Unter dem Stichwort G 8 drohen bereits erreichte Fortschritte nun allerdings wieder zurückgedreht zu werden. Einige Ministerpräsidenten lassen sich mit der Forderung vernehmen, die gymnasialen Lehrpläne müssten endlich von vermeintlichem Ballast befreit werden. Selten fehlt auch der mit einem Augenzwinkern und im kumpelhaften Unterton versehene Hinweis, dass jeder doch ein Beispiel aus seiner Schul-bzw. Studienzeit beisteuern könne, in dem er oder sie sich Wissen aneignen mussten, das später im Beruf keinen praktischen Nutzwert hatte. Effizienz scheint das oberste Kri­terium zu sein, an dem der vorherrschende Zeitgeist der Ökonomisierung Bildung misst.

In nur knapp sechs Wochen hat unsere Initiative die Hälfte der geforderten Unterschriften für die Volksinitiative geschafft. Darüber berichtete der SR letzte Woche im Aktuellen Bericht.

SR-Aktueller Bericht

Das ist eine großartige Leistung, für die wir uns bei allen Unterstützern ganz herzlich bedanken! Viele schicken uns per Post ihre Unterlagen zu, ohne dass wir direkten Kontakt zu ihnen haben.

Durch diese Unterschriften fühlen wir uns bestätigt, mit unserem Anliegen vielen Mitmenschen, wie Eltern, Großeltern, Lehrern und Schülern aus dem Herzen zu sprechen. Wir machen weiter und hoffen, dass auch unsere Sammler im ganzen Saarland weiterhin so fleißig für uns sein werden.

5.000 Stimmen sind das Ziel, deutlich mehr zu erreichen, setzt ein unübersehbares Zeichen!