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Zwar weiß niemand mehr, was unter Bildung zu verstehen ist, aber alle sind sich einig, dass Bildung die wichtigste Ressource in einer wettbewerbsorientierten Wissensgesellschaft darstellt. Der Schluss, den viele daraus ziehen, ist allerdings merkwürdig: In immer kürzerer Zeit sollen immer mehr junge Menschen aus immer unterschiedlicheren Milieus immer kostengünstiger immer besser ausgebildet werden. Das kann nicht gut gehen. Die Absolventen eines klassischen Gymnasiums hätten noch gewusst, dass im deutschen Wort Schule das griechische scholé steckt: Es bedeutet so viel wie Muße. Wer in Bildungsfragen Hektik verbreitet – und dies macht fast jeder – ist schon auf dem falschen Weg.
 
 

JungPlanlos

Die Anspannung lässt so manchen Schüler kaum noch ruhig schlafen. 39 000 bayerische Abiturienten, davon 4200 in Unterfranken, fiebern diesem Freitag entgegen. An dem Tag werden die Noten ihrer Prüfungen verkündet. Ein Lebensabschnitt geht zu Ende. Und nun? Hat Deutschland, wie von Politikern gefordert, jüngere Berufs- und Studienanfänger, weil diese bereits nach acht Jahren ihr Zeugnis in Händen halten?

Orientierungslose Abiturienten

Jenny Dreier, Studien- und Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, bestätigt: „Viele Schüler sagen: 'Ich bin so gestresst, so vollgepumpt mit Lernen, Klausuren und Referaten. Ich habe mein Abitur komprimiert in acht Jahren geschafft. Jetzt möchte ich mich erst einmal selbst finden. Dreier, die Abiturienten aus Würzburg, Kitzingen und dem Spessart berät, sagt, dass seit der Umstellung aufs G8 immer mehr orientierungslose Jugendliche zu ihr kommen. Während der Schulzeit seien sie zum Teil von 8 bis 18 Uhr eingespannt. Da bleibe kaum Zeit für sich selbst. „Nicht nur Hobbys leiden darunter. Auch die berufliche Entscheidung schieben viele vor sich her.“

Hier geht es zum Artikel: http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Abiturienten-Berufswahl-Boulimie-Studiengaenge;art735,9250170