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Vorsitzende eines Jugendrates in NRW: "G8 stresst uns total. Und das sehen mindestens 95 Prozent der G8-Schüler so."

Sport macht Anne Marie Faßbender seit Monaten nicht mehr. Nicht, dass die 17-jährige EMA-Gymnasiastin keine Lust dazu hätte, sich körperlich zu betätigen. Sie hat schlichtweg keine Zeit. Anne Marie, die im Mai zur Vorsitzenden des Jugendrats gewählt wurde, findet klare Worte für die verkürzte Gymnasialzeit (G8):

"G8 stresst uns total. Und das sehen mindestens 95 Prozent der G8-Schüler so."

Frühstück fällt aus, um länger zu schlafen

Ein typischer Tag für Anne Marie: Um halb sieben aufstehen, proppenvoller Stundenplan, dreimal wöchentlich bis 18 Uhr Unterricht, dann noch Hausaufgaben, Referate. "Und in den Pausen rennen wir oft zum Gertrud-Bäumer-Gymnasium oder der Albert-Einstein-Schule, weil dort teilweise der Unterricht stattfindet", berichtet Anne Maries Schulfreund Serdar Bahar.

Er hat die Folgen des Leistungsdrucks schon hautnah zu spüren bekommen, hat die Klasse einmal wiederholt. "Ich wollte das freiwillig machen, weil ich einen Notenschnitt von 3,4 im Abitur gehabt hätte", erzählt er. Zu schlecht für seinen Wunsch, ein Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen aufzunehmen. "Freiwillig zu wiederholen wurde mir aber nicht gestattet", sagt Serdar. Also schrieb er absichtlich Sechsen, besuchte Kurse nicht - und konnte schließlich das Jahr wiederholen, um bessere Noten zu erzielen. "Zum Lernen bleibt uns aber keine Zeit", sagt er. Selbst fürs Essen sei es oft knapp. "Ich frühstücke nicht, um morgens etwas länger liegenbleiben zu können", erzählt Anne Marie. Abends kommen häufig Termine für den Jugendrat dazu, bei Serdar ein Job als Taekwondo-Trainer. "Das wollen wir uns aber auch nicht nehmen lassen, ein bisschen Ausgleich tut ja gut."

Dass der Ausgleich vor allem den Schülern mit verkürzter Gymnasialzeit häufig fehlt, weiß auch Hans Heinz Schumacher, Leiter des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA). "Es ist eine wahnsinnig hohe Belastung für die Schüler, aber es gibt meines Erachtens keine Alternative mehr."

Er selbst sei von Anfang an gegen G8 gewesen. ...

Schumacher räumt ein, dass die Freizeitgestaltung bei den Jugendlichen durch G8 vielfach zu kurz kommt.

 

http://www.rga-online.de/index.php?&kat=100&artikel=110733433&red=2&ausgabe=

MÜNCHEN - Ende des wochenlangen Rätselratens: Kurz vor Ende der Schulferien lüftet Kultusminister Spaenle das Geheimnis, was er mit dem bayerischen Gymnasium vorhat. Im Ergebnis bedeuten seine Pläne nichts anderes als eine Wahlfreiheit für die Schüler zwischen G8 und G9.

Also doch, Elternproteste und das verlorene Volksbegehren waren nicht umsonst:Die CSU öffnet sich dem Willen der Bürger: "Ein Paukenschlag: CSU ist offen für G9

 

Ludwig Spaenle wählt seine Worte mit Bedacht. Der Kultusminister will bei seiner traditionellen Pressekonferenz zum Schuljahresstart nicht allzu deutlich sagen, was er mit dem bayerischen Gymnasium vorhat, wie er den Dauerstreit um G8 oder G9 lösen will. Und doch bedeuten seine Worte im Ergebnis, dass die CSU nunmehr offen für G9-Züge am Gymnasium ist. Ein Paukenschlag.
----Im Ergebnis bedeutet das nichts anderes, als dass künftig G9-Züge ermöglicht werden. Kurz: Schüler sollen nach der Unterstufe zwischen G8 und G9 wählen können.
--- in der Praxis wird sich - wenn es genügend Schüler dafür gibt - kein Schulleiter gegen G9-Züge wehren können. Die Tore zum G9 sind also, wenn es so kommt, offen."

http://www.nordbayern.de/region/ein-paukenschlag-csu-ist-offen-fur-g9-1.3884827