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MÜNCHEN - Ende des wochenlangen Rätselratens: Kurz vor Ende der Schulferien lüftet Kultusminister Spaenle das Geheimnis, was er mit dem bayerischen Gymnasium vorhat. Im Ergebnis bedeuten seine Pläne nichts anderes als eine Wahlfreiheit für die Schüler zwischen G8 und G9.

Also doch, Elternproteste und das verlorene Volksbegehren waren nicht umsonst:Die CSU öffnet sich dem Willen der Bürger: "Ein Paukenschlag: CSU ist offen für G9

 

Ludwig Spaenle wählt seine Worte mit Bedacht. Der Kultusminister will bei seiner traditionellen Pressekonferenz zum Schuljahresstart nicht allzu deutlich sagen, was er mit dem bayerischen Gymnasium vorhat, wie er den Dauerstreit um G8 oder G9 lösen will. Und doch bedeuten seine Worte im Ergebnis, dass die CSU nunmehr offen für G9-Züge am Gymnasium ist. Ein Paukenschlag.
----Im Ergebnis bedeutet das nichts anderes, als dass künftig G9-Züge ermöglicht werden. Kurz: Schüler sollen nach der Unterstufe zwischen G8 und G9 wählen können.
--- in der Praxis wird sich - wenn es genügend Schüler dafür gibt - kein Schulleiter gegen G9-Züge wehren können. Die Tore zum G9 sind also, wenn es so kommt, offen."

http://www.nordbayern.de/region/ein-paukenschlag-csu-ist-offen-fur-g9-1.3884827

 

G8 nicht stressiger als G9 - trotzdem:

Starke Ablehnung des Turbo-Abis


Bildungsforscher Tillmann äußerte sich erstaunt zur Elternsicht auf die Stressbelastung der G8-Schüler: "Die oft geäußerte Klage über den - im Vergleich zu G9 - größeren Stress und Leistungsdruck an den G8-Gymnasien spiegelt sich in den Studiendaten kaum wider." Sowohl in G8- als auch in G9-Bildungsgängen gehen die Kinder nach Meinung ihrer Eltern gerne zu Schule (86 % bzw. 89 %) und können die Anforderungen ohne elterliche Unterstützung gut bewältigen (jeweils 72 %). Nur sehr wenige Schüler werden von ihren Eltern für "überfordert" gehalten (9 % bzw. 5 %).

Diese Aussage wiederspricht der Feststellung weiter unten, dass 89% der Eltern angebe, sich verpflichtet zu fühlen, ihre Kinder in der Schule unterstützen zu müssen.

Allerdings erhalten G8-Schüler häufiger Nachhilfe als G9-Schüler (23 % bzw. 16 %) und die Eltern helfen öfter bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten (73 % bzw. 64 %).
Die Tatsache, dass in den vergangenen zwei Jahren immer mehr Gymnasialeltern selbst Erfahrungen mit G8 gemacht haben, habe die Akzeptanz des Turbo-Abis jedoch nicht erhöht, so Tillmann. Hätten sie die Wahl, würden acht von zehn Eltern (79 %) einen G9-Bildungsgang für ihr Kind wählen. Damit wird das Ergebnis der 2. JAKO-O Bildungsstudie von 2012 exakt wiedergegeben. Deutlich gestiegen ist dagegen der Anteil der Eltern, die sich ein Doppelangebot von G8 und G9 wünschen - von 41 % im Jahr 2012 auf nun 54 %.

Weiteres Zitat aus dem Bericht:

Unterstützungsleistungen der Eltern: zwischen Mitwirkung und Überforderung
Viele Schüler werden von ihren Eltern zu Hause massiv unterstützt: Zwei Drittel erarbeiten mit ihrem Kind den Lernstoff (66 %), rund drei Viertel kontrollieren Hausaufgaben (73 %) oder helfen gezielt vor Klassenarbeiten und Referaten (77 %). Die Unterstützungsleistungen der Eltern liegen damit seit der 1. JAKO-O Bildungsstudie 2010 auf einem stabil hohen Niveau. 89 % der Eltern geben an, dass sie sich verpflichtet fühlen, sich intensiv um die schulischen Leistungen ihrer Kinder zu kümmern. 62 % beklagen, dass sie dabei vieles von dem leisten müssen, was sie eigentlich als Aufgabe der Schule sehen. "Angesichts anhaltender Klagen über Rückzugstendenzen der Eltern sowie mangelndem Interesse an schulischen Belangen sind diese Ergebnisse positiv zu bewerten", sagte Bildungsexpertin Killus. Die intensive Unterstützung durch die Eltern müsse aber auch kritisch gesehen werden. Besonders wenn sie von der Schule vorausgesetzt oder sogar eingefordert werde. "Eltern mit einem niedrigeren Bildungsabschluss können ihre Kinder wahrscheinlich weniger gut unterstützen als Eltern mit einem höheren Abschluss. Ungleiche familiäre Voraussetzungen setzen sich damit in der Schule fort. Mit Chancengleichheit hat das wenig zu tun", so Killus.
Trotz des starken häuslichen Engagements wünschen sich 58 % der Eltern mehr Möglichkeiten, um auch an der Gestaltung von Unterricht und Schule mitzuwirken. Killus: "Es wäre sinnvoll, Eltern stärker in die Gestaltung von Schule einzubeziehen. Sie können mit ihren Sichtweisen neue Impulse geben und sind bei Reformprozessen gute 'Übersetzer', die Ziele und Maßnahmen nach außen und an die anderen Eltern kommunizieren können. Dieses Potenzial muss stärker genutzt werden."

http://85.182.141.59:5000/fbdownload/3.%20JAKO-O%20Bildungsstudie?k=fRfj7QWU&stdhtml=true